Mein Programm zur Kommunalwahl 2021

Monika Scherf Umwelt

Umwelt & Klimaschutz

Ökologie und Nachhaltigkeit müssen in der Entwicklung Lüneburgs einen hohen Stellenwert haben. Darum finden sich diese Themen als Querschnitt in meinem gesamten Wahlprogramm – von Verkehr und Wohnungsbau bis Wirtschaft und Hochschule. Umwelt- und Klimaschutz geht uns alle an!

Monika Scherf Verkehr

Mobilität & Verkehr

Lüneburgs Altstadt hat es verdient, dass weniger Verkehr durch die Straßen rollt. Um dennoch eine gute Erreichbarkeit zu gewährleisten, setze ich auf ein modernes, ganzheitliches Mobilitätskonzept für alle Verkehrsmittel sowie attraktive Anreize für den Umstieg auf ÖPNV und Fahrrad. Damit es in Lüneburg wieder läuft!

Wirtschaft & Wissenschaft

Als Oberbürgermeisterin werde ich Neuansiedlungen sowie Erweiterungen bestehender Unternehmen zur Chefsache machen. Insbesondere durch die Leuphana entstehen Start-ups mit zukunftsträchtigen Ideen, die ich in Lüneburg halten möchte. Gemeinsam gilt es, die vorhandenen Potenziale zu nutzen!

Monika Scherf Wirtschaft

Bildung & Wohnen

Wir brauchen eine Sanierungs- und Digitalisierungsoffensive für unsere Schulen und Kitas. Wir müssen allen Kindern mit einer guten Bildung das notwendige Rüstzeug für die Zukunft mitgeben. Und für Familien und für alle, die hier Wohnraum suchen, gilt: Wohnraum darf kein Luxus sein. Vorrangig muss bezahlbarer Wohnraum entstehen, energieeffizient und klimaneutral!

Monika Scherf Bildung
Monika Scherf Wirtschaft

Wirtschaft & Wissenschaft

Als Oberbürgermeisterin werde ich Neuansiedlungen sowie Erweiterungen bestehender Unternehmen zur Chefsache machen. Insbesondere durch die Leuphana entstehen Start-ups mit zukunftsträchtigen Ideen, die ich in Lüneburg halten möchte. Gemeinsam gilt es, die vorhandenen Potenziale zu nutzen!

Monika Scherf Bildung

Bildung & Wohnen

Wir brauchen eine Sanierungs- und Digitalisierungsoffensive für unsere Schulen und Kitas. Wir müssen allen Kindern mit einer guten Bildung das notwendige Rüstzeug für die Zukunft mitgeben. Und für Familien und für alle, die hier Wohnraum suchen, gilt: Wohnraum darf kein Luxus sein. Vorrangig muss bezahlbarer Wohnraum entstehen, energieeffizient und klimaneutral!

Mein Programm in voller Länge

Monika Scherf – Ihre Oberbürgermeisterkandidatin mit Herz und Verstand

Schön, lebens- und liebenswert: Das ist Lüneburg. Eine junge, aktive und dynamische Stadt, in der ich seit 30 Jahren lebe. Lüneburg inspiriert mich jeden Tag neu, auch, weil sich hier viel getan hat: Sei es die Entwicklung zu einer so spannenden Hochschulstadt, die vielfältigen Kulturangebote, die stabile Wirtschaft, die stetige Verschönerung der Altstadt, was auch dazu beiträgt, dass die Beliebtheit bei Touristen steigt.

Lüneburg ist gerade in den letzten Jahren schnell und stark gewachsen, deshalb müssen wir jetzt dafür sorgen, dass die Lebensqualität erhalten bleibt und weiter verbessert wird. Lüneburg muss mal durchatmen: Dazu müssen wir die Stadt für die Herausforderungen der Zukunft aufstellen, und bei Verkehr, Klimaschutz, sozialer Infrastruktur, Sport-, Freizeit- und Kulturangeboten nachbessern.

Die Hansestadt Lüneburg bietet viel Potential für wirtschaftliche Entwicklung und innovative Start-ups, ein Potential, das wir nutzen müssen. Und: Lüneburg steht vor ebenso vielen Herausforderungen, die wir bewältigen müssen. Jetzt gilt es, die Weichen zu stellen und gute Rahmenbedingungen für die Entwicklung unserer Stadt zu schaffen.

Es ist Zeit für einen Wechsel. Es ist Zeit für echte, durchgreifende Veränderungen, Zeit für neuen Schwung und frische Ideen, Zeit für eine neue Führungskultur und einen modernen Führungsstil: Sowohl innerhalb der Verwaltung aber vor allem auch in der Zusammenarbeit mit den Bürgerinnen und Bürgern, dem Stadtrat, den Institutionen, der Wirtschaft und den Nachbarkommunen.

Und genau dafür stehe ich.

Als Oberbürgermeisterin der Hansestadt Lüneburg werde ich gemeinsam mit Ihnen zukunftsfähige Lösungen erarbeiten. Mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Führungsspitze von Verwaltungen weiß ich, worauf es ankommt. Mir ist bewusst, dass gute Ideen alleine nur ein Anfang sind. Ich bringe das nötige Fingerspitzengefühl, das Know-how und die Motivation mit, um diese Ideen auch umzusetzen. Ich bin eine Teamplayerin, konstruktiver Austausch und vielfältiger Diskurs sind mir wichtig. Ich handle pragmatisch und nehme Herausforderungen mit viel Kraft und Tatendrang an.

Nun will ich Verantwortung für Lüneburg übernehmen und Sie alle in diesem Prozess mitnehmen.

Umwelt und Klimaschutz

Ökologie und Nachhaltigkeit müssen in der Entwicklung Lüneburgs einen hohen Stellenwert haben. Das sind Querschnittsthemen, die sich durch mein gesamtes Programm ziehen: ausdrücklich bei den Themen Verkehr, Wohnungsbau, Wirtschaft und Hochschule.

Dabei ist es wichtig, dass wir alle an einem Strang ziehen. Denn ich habe in meiner bisherigen Laufbahn erlebt – gemeinsam erreicht man seine Ziele am besten.

Konkret möchte ich…

mehr Photovoltaikanlagen auf städtischen Gebäuden errichten.

die Energieeffizienz städtischer Gebäude verbessern.

eine Wasserstoff-Tankstelle einrichten und erneuerbare Energien aus der Region für die Produktion von grünem Wasserstoff nutzen.

den öffentlichen Verkehr verstärkt auf alternative Antriebe umstellen.

einen Umweltförderpreis ausloben, denn ich möchte die Ideen der Bürgerinnen und Bürger ins Bewusstsein bringen und honorieren.

den Grüngürtel West bestmöglich sichern – und darüber hinaus einen Grüngürtel Ost oder gar einen Grüngürtel rund um Lüneburg prüfen.

Klar ist: Ein „weiter so“ darf es nicht geben. Umwelt- und Klimaschutz liegen mir sehr am Herzen. Dabei darf Umwelt- und Klimaschutz niemanden benachteiligen, im Gegenteil. Schließlich geht Umwelt- und Klimaschutz uns alle an!

Mobilität und Verkehr

Lüneburgs Altstadt hat es verdient, dass weniger Verkehr durch die Straßen rollt. Die bisherige Planung einer autofreien Innenstadt wurde nur halbherzig umgesetzt. Das gilt insbesondere für den Platz Am Sande, für die Straßen rund um das Rathaus sowie für viele weitere Straßen im Zentrum.

Wir müssen Mobilität neu denken: Mit Blick auf den Klimaschutz und die Nachhaltigkeit (der Verkehrssektor liegt mit ca. 20 % auf Platz drei der Treibhausgas-Emissionen) und hinsichtlich der Lebensqualität. Diese darf nicht im Verkehr ersticken. Der Verkehr soll die Menschen nicht belasten, die ungestört in den Straßen flanieren wollen, die über unsichere, unbequeme Radwege fahren oder in unattraktiven Bussen sitzen. Und auch Autofahrer wollen nicht im Stau stehen. Hierfür müssen alle Verkehrsarten aufeinander abgestimmt werden. Wir brauchen überzeugende, moderne Angebote für „die letzte Meile“, damit der Umstieg auf alternative Verkehrsmittel gelingt – wir brauchen attraktive Anreize statt Verbote. Radfahrer, Nutzer des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) und Fußgänger müssen einfach, schnell und sicher durch die Stadt kommen.

Ziel muss die gute Erreichbarkeit der Innenstadt für alle Bürgerinnen und Bürger sein, für Senioren genauso wie für junge Familien. Und wo möglich soll auf alternative Antriebskonzepte umgestellt werden.

Konkret möchte ich…

den Radverkehr stärken: Das Radwegenetz in Lüneburg modern und sicher ausbauen. Wir brauchen auch Park- und Ladekapazitäten und ein Fahrradparkhaus.

eine Mobilitätszentrale die ÖPNV, Rad- und Autoverkehr intelligent verbindet.

Park & Ride für „die letzte Meile“ mit E-Shuttle-Bussen in die Innenstadt schaffen.

den Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) ausbauen und mit E-Shuttles den Platz Am Sande und das Rathaus ansteuern.

den gesamten Busbetrieb auf emissionsfreie Elektrobusse umstellen.

im Stadtgebiet mehr Ladeinfrastruktur für Elektro-Fahrzeuge schaffen.

den Marienplatz umgestalten für Kurzparker.

die Nachbarkommunen in die regionale Planung einbeziehen.

Klar ist: Wir müssen die Bedürfnisse aller Verkehrsteilnehmer berücksichtigen. Lüneburg als Mittelpunkt eines ländlich geprägten Kreises steht vor besonderen Herausforderungen. Ich möchte allen den einfachen Zugang zum Einkaufen und Verweilen in der Innenstadt ermöglichen. Daher muss der Verkehr intelligenter und ökologischer werden, damit unsere Stadt wieder aufatmen kann.

Einzelhandel und Gastronomie

Das Zentrum Lüneburgs ist die bunte und lebendige Innenstadt. Sie ist das Herzstück für den Einzelhandel, für Tourismus in der „Stadt der Roten Rosen“, und sie ist die Heimat für eine vielfältige, kreative Gastronomie- und Kneipenszene. Unsere Innenstadt bietet aber noch mehr: Ärzte, Dienstleister und Kulturbetriebe haben sich hier angesiedelt, Jung und Alt treffen sich zum Klönen und Spazierengehen, zum Sehen und Gesehen werden.

Nicht erst seit Corona, sondern auch durch den zunehmenden Online-Handel stehen wir vor der Herausforderung, die Innenstadt neu zu beleben.

Da reichen einzelne Events oder verkaufsoffene Sonntage nicht. Die Innenstadt braucht neue Ideen und Nutzungskonzepte, die wieder mehr Menschen in die Stadt bringen. Gleichzeitig muss die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt erhöht werden. Lüneburgs Innenstadt stärken bedeutet ihre Multifunktionalität auszubauen. Kulturbühnen, Start-ups, Pop-Up-Stores, Bürgerdienstleistungen aus dem Rathaus rein in die Innenstadt, leerstehende Gebäude und Obergeschosse in Wohnraum wandeln, das sind nur einige Ideen, die ich umsetzen möchte.

Lüneburg hat mit dem Marktplatz und dem Platz Am Sande zwei wunderschöne Plätze. Gerade Am Sande möchte ich neue Akzente setzen und urbane Qualität und echte Wohlfühlmomente für alle Generationen schaffen. Die Lüneburgerinnen und Lüneburger, die Familien, Gäste sowie Studentinnen und Studenten sollen die Innenstadt zu ihrem Lebens- und Erlebnisraum machen. Und auch für die Kinder muss die Innenstadt spannender werden. Denn sie sind unsere Zukunft.

Konkret möchte ich…

mehr Grün und Aufenthaltsqualität schaffen: Z. B. den Platz Am Sande umgestalten und aufwerten.

eine zentrale „Meile für Genuss und Regionalität“ schaffen.

Start-ups und Handwerker in der Innenstadt unterstützen.

Experimentierflächen für neue Shop-Konzepte anbieten.

Räume für Kultur in der Innenstadt ermöglichen – gemeinsam mit den Kulturschaffenden.

freies WLAN in der Innenstadt gemeinsam mit Hotel- und Gastronomiebetrieben anbieten.

neue Arbeitsplätze und Co-Working-Spaces in der Stadt schaffen.

das Stadtmarketing mit neuen Zielgruppen wie den Fahrradtouristen oder Wohnmobilisten ausbauen.

Klar ist: Das ist alles nicht zum Nulltarif zu haben. Die Stadt benötigt Mittel, mit denen sie Immobilien kaufen oder anmieten kann, um sie dann zu günstigen Konditionen Handwerkern, Start-ups, Künstlern oder Kulturschaffenden zur Verfügung zu stellen. Die erforderlichen Mittel kann die Stadt nicht alleine aufbringen. Daher werde ich Bund und Land gleichermaßen fordern. Aber es ist die Aufgabe der Stadt, realistische Konzepte zu entwickeln und diese voranzutreiben.

Wirtschaft stärken

Damit die wirtschaftliche Entwicklung nach Corona wieder richtig Fahrt aufnehmen kann, müssen die Unternehmen in ihrer Wirtschafts- und Innovationskraft gestärkt werden. Als Oberbürgermeisterin werde ich Neuansiedlungen, Erweiterungen und Innovation zur Chefsache machen, um Arbeitsplätze in Stadt und Region zu schaffen und zu sichern.

Warum nicht Lüneburg zum Start-up Mekka für das Thema Nachhaltigkeit entwickeln, einen Start-up Fonds auflegen, jährlich bis zu drei Gründerteams unterstützen und aktiv betreuen, Unternehmen und Start-ups enger zusammenführen – und überhaupt: Die Stärken der Leuphana, Industrie- und Handelskammer, Handwerkskammer und der Wirtschaftsförderung Lüneburg effektiv bündeln: Wirtschafts- und Gründungsförderung ist Chefsache.

Konkret möchte ich…

eine Start-up-Kultur schaffen mit Neugründungen im Bereich Nachhaltigkeit.

Innovationen unterstützen, z. B. mit kreativen ThinkTanks und FabLabs.

Lüneburgs Freiberufler mit der Wirtschaft vernetzen.

Gewerbegebiete mit schnellem Internet über Glasfaser ausstatten.

einen
Anlaufpunkt für neue Fachkräfte schaffen.

Initiativen für moderne Ausbildungsplätze in Industrie, Service und Verwaltung unterstützen.

Klar ist: Das alles geht nur, wenn man mutig und zukunftsorientiert denkt. In Lüneburg gibt es viel Potential, das es zu heben gilt!

Hochschule und Wissenschaft

Mit der Leuphana ist Lüneburg Standort einer national und international angesehenen Universität. Leider kennen zu wenige Bürgerinnen und Bürger „ihre Uni“. Die Leuphana muss in „ihrer Stadt“ stärker sichtbar sein. Die Zusammenarbeit zwischen Stadt und Hochschule muss intensiviert werden, denn beide können voneinander profitieren. Einerseits ist die Hochschule ein wichtiger Arbeitgeber, andererseits entstehen aus ihren Ausgründungen neue Arbeitsplätze. So werden innovative Ideen aus der Wissenschaft über neu gegründete Unternehmen in den Markt gebracht. Wir müssen diese Start-ups mit ihren neuen Ideen in Lüneburg halten.

Konkret möchte ich…

ein Start-up Center und einen Gründercampus in der Innenstadt einrichten.

Innovationsräume wie FabLabs und ThinkTanks bereitstellen.

die Zusammenarbeit zwischen Stadt und Hochschule für den Wissenschaftsnachwuchs, Forschungsprojekte und Kooperationen intensivieren.

ein Campus-Bürgerbüro einrichten, damit Studierende, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Anwohnerinnen und Anwohner ihre Behördengänge vor Ort erledigen können.

bei der Wohnungssuche und der Suche nach Betreuungsplätzen unterstützen.

Klar ist: Mit den Studierenden sowie Professorinnen und Professoren haben wir viel Knowhow und Innovationspotential in unserer Hansestadt. Wir sollten stärker voneinander profitieren und so ökologisch und ökonomisch wertvolle Konzepte für die Zukunftsfähigkeit unserer Stadt entwickeln.

Bezahlbarer Wohnraum

Lüneburg ist schnell und stark gewachsen. Es wurde Wohnraum geschaffen. Das hat aber nicht zur Preisstabilität und Beruhigung des Immobilienmarktes geführt. Vielmehr wurde die Nachfrage erhöht und die Preisspirale weiter nach oben getrieben. Hier müssen wir gegensteuern, damit die Lüneburgerinnen und Lüneburger sich – auch in zentralen Lagen – noch Wohnraum leisten können.

Lüneburg stößt an seine Grenzen, Flächen für Wohnen und Gewerbe sind knapp. Deshalb ist ein Wachstum mit Augenmaß notwendig. Dafür müssen wir die Stadt und die Nachbarkommunen als eine zusammenhängende Region betrachten, gemeinsam einen bedarfsgerechten „Wohnraum-Mix“ planen, in dem bezahlbarer Wohnraum hohe Priorität hat. Mit guten Konzepten zu überzeugen ist besser als ein Verbot von Einfamilienhäusern oder der Ruf nach Enteignung.

Für Lüneburg gilt vielmehr, Flächen und Objekte im Bestand zu sichern, bei denen eine sinnvolle Nachverdichtung oder eine Umnutzung möglich ist. Dabei sollten unterschiedliche Wohnformen ermöglicht werden. Vorrangig muss bezahlbarer Wohnraum entstehen, energieeffizient und klimaneutral. Mit digitalisierten Genehmigungsverfahren will ich dazu beitragen, dass Bauvorhaben in der Zukunft schnell und effizient umgesetzt werden können.

Konkret möchte ich…

mit den Nachbarkommunen einen „Wohnraum-Mix“ erarbeiten, statt Eigenheime zu verbieten und mit Enteignung zu drohen.

vielfältige Wohnformen wie Mehrgenerationenhäuser, Wohngenossenschaften und Studentenwohnheime umsetzen.

Nachverdichtung mit Augenmaß ermöglichen.

bezahlbaren Wohnraum mit der LüWoBau über die Stadtgrenze hinaus ermöglichen.

Leerstände in der Innenstadt zu bezahlbarem Wohnraum umbauen.

mit den Nachbarkommunen den Grüngürtel-West bestmöglich sichern.

die Bauverwaltung und die Genehmigungsverfahren digitalisieren.

Klar ist: Nach einer starken Wachstumsphase kommt es nun darauf an, die Entwicklung Lüneburgs zu konsolidieren und die Lebensqualität zu erhalten. Lüneburg muss wieder durchatmen. Es macht keinen Sinn, immer schneller und stärker zu wachsen, das tut der Stadt und vor allem den Lüneburgerinnen und Lüneburgern nicht gut. Bei allem gilt: Wohnraum darf kein Luxus sein.

Bildung und Betreuung

Gute Bildung beginnt im frühen Kindesalter: Zu Hause, in der Kita und in den Schulen. Was wir dort versäumen, ist später schwer aufzuholen. Das wissen wir nicht erst seit Corona. Allerdings hat uns die Pandemie die Schwächen unseres Systems deutlich vor Augen geführt. Was Kinder, Familien, Betreuerinnen und Betreuer sowie Lehrkräfte kompensieren mussten ist für viele nicht vorstellbar. Die langfristigen Folgen für das Wohl der Kinder und Familien werden uns noch lange beschäftigen.

Unsere Kitas und Schulen müssen endlich modernisiert werden. Auch müssen sich die Betreuungszeiten an den Bedürfnissen der Eltern orientieren. Die Schulen müssen digitalisiert werden für fortschrittlichen Unterricht in den Klassenräumen, denn Präsenzunterricht ist immer noch der beste Unterricht. Doch ganz besonders brauchen wir die Digitalisierung in den Schulen für Zeiten eines „Lockdown“, damit unsere Kinder immer hochwertigen Unterricht erhalten und mit ihren Mitschülerinnen, Mitschülern und Lehrkräften in Kontakt bleiben können.

Es reicht nicht, einige Gebäude auszubauen und aus Fördermitteln finanzierte Tablets bereitzustellen. Vielmehr brauchen wir in allen Betreuungseinrichtungen gut geschultes Personal, das die Möglichkeiten der Digitalisierung in Chancen für unsere Kinder wandelt. Wir brauchen Digitalisierungsexperten, um qualitativ hochwertigen digitalen Unterricht umzusetzen. In den Kitas brauchen wir mehr Erzieher und Erzieherinnen, die wir verstärkt selber ausbilden sollten.

Konkret möchte ich…

Erzieherinnen und Erzieher in Kitas einstellen und mehr Ausbildungsplätze in den Kitas bieten.

gemeinsam mit dem Kita-Personal Rahmenbedingungen erarbeiten, die der wichtigen Aufgabe im Sinne der Kinder gerecht werden.

die Zusammenarbeit der Stadt mit freien Trägern fair gestalten und die Trägervielfalt würdigen.

den Bedarf an Betreuungsplätzen und -zeiten an den Bedürfnissen der Familien ausrichten.

unsere Schulen unverzüglich digital ausstatten und in der Anwendung unterstützten. Das kann nicht einfach den Lehrkräften aufgebürdet werden.

schnelles Internet durch Glasfaseranschlüsse und freies WLAN in den Schulen bereitstellen.

Klar ist: Das Thema Bildung und Betreuung wurde vernachlässigt. Wir brauchen eine Qualitätsoffensive, denn Kinder sind unsere Zukunft. Unsere Aufgabe ist es, ihnen mit einer guten Bildung das notwendige Rüstzeug für die Zukunft mitzugeben. Dabei darf es keine Rolle spielen, aus welchem sozialen Umfeld ein Kind kommt.

Sportangebote ausbauen

Sport und Bewegung sind das Rückgrat für ein gesundes Leben für Jung und Alt – und für viele Jugendliche eine wichtige Basis, um Teamgeist, ein gutes Miteinander und Verantwortung zu erlernen. Wir brauchen ein offenes Miteinander aller Sportaktuere, denn nur gemeinsam und mit hoher Transparenz können wir gute Sportangebote für Lüneburg bereitstellen.

Konkret möchte ich…

das Ehrenamt und die Sportvereine tatkräftig unterstützen.

gemeinsam mit allen Akteuren des Sports den Sportentwicklungsplan zügig fertigstellen.

zusätzliche Laufstrecken und Trimm-Dich-Pfade schaffen.

einen neuen Kunstrasenplatz und einen Skate-Park anlegen.

für ein gutes Sportangebot Bildung und Sport gut vernetzen.

die neue Arena Lüneburger Land zu einem Aushängeschild hochkarätiger Sport- und Kulturveranstaltungen machen (auch wenn es mit mir als Oberbürgermeisterin diesen Standort so nicht gegeben hätte).

Klar ist: Leider wurde in der Vergangenheit die Bedeutung eines breiten Sportangebots zu oft unterschätzt und es gab zu wenig Kooperation der Akteure. Das will ich ändern!

Feuerwehr stärken

Vier Lüneburger Ortsfeuerwehren, die Feuerwehr Lüneburg-Mitte im Lünepark, sowie die Ortsfeuerwehren Rettmer, Häcklingen und Oedeme im Feuerwehrhaus Lüneburg-Süd, leisten bis zu 700 Einsätze im Jahr und stehen rund um die Uhr für unsere Sicherheit in Bereitschaft. Und das alles ehrenamtlich und unter erschwerten Corona-Bedingungen. Das kann man gar nicht hoch genug anrechnen.

Als Mitglied der Feuerwehr Rettmer ist es mir wichtig, dass den Lüneburger Feuerwehrmännern und Feuerwehrfrauen stets eine zeitgemäße, moderne Ausstattung und Unterkunft zur Verfügung steht.

Konkret möchte ich…

ein Feuerwehrbudget, das mit der Bevölkerungsentwicklung Schritt hält.

Mittel für Ausrüstung und Infrastruktur einwerben, die auch dem Katastrophenschutz dienen.

den Feuerwehrbedarfsplan gemeinsam mit den Feuerwehrkommandos verlässlich umsetzen.

mit guten Hygienekonzepten die Ausbildung auch in Pandemiezeiten sicherstellen.

einen regelmäßigen Austausch mit dem Kreis-und Stadtbrandmeister etablieren.

die Lage und Verkehrswege der Feuerwehrstandorte bei der Planung berücksichtigen.

die vorbildliche Arbeit der Jugend- und Kinderfeuerwehr unterstützen.

Klar ist: Die Feuerwehr ist unverzichtbar für die Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger. Zudem ist sie ein wichtiger Teil des gesellschaftlichen Lebens. Dieser wesentlichen Bedeutung fühle ich mich verantwortlich.

Seniorinnen und Senioren

Für ältere Bürgerinnen und Bürger muss der Aufenthalt in Lüneburg unkompliziert, bequem und sicher sein. Ob zu hohe Bürgersteige an den Straßen, unzureichende Beleuchtung, fehlende Aufenthalts-, Sitz- und Flaniermöglichkeiten, unzureichende Sanitäranlagen. All das sind Themen, die wir im Stadtrat, mit den Experten der Verwaltung, aber vor allem durch Hinweise der Betroffenen selbst, konsequent verbessern müssen.

Vor allem müssen wir auch der Vereinsamung von Seniorinnen und Senioren entgegenwirken – das ist nicht erst seit Corona ein wichtiges Thema.

Konkret möchte ich…

eine barrierefreie, senioren- und behindertengerechte Stadt sicherstellen.

die Aufenthaltsqualität für Seniorinnen und Senioren in der Innenstadt verbessern.

mehr altersgerechte Wohnangebote schaffen.

kommunale Seniorenpolitik in den Stadtteilen stärken und ausbauen.

generationenübergreifende Angebote und Kooperationen fördern.

Klar ist: Gerade in der ersten Phase der Coronapandemie gab es eine beeindruckende Welle der Solidarität zwischen Jung und Alt. Viele der in dieser Zeit entwickelten Ideen möchte ich aufgreifen und ausbauen. Denn von einem guten Miteinander profitieren alle.

Kultur fördern

In Lüneburg gibt es eine attraktive, vielfältige Kulturlandschaft, eine lebendige Kunst- und Kulturszene.  Damit meine ich als Mitglied des Theaterfreundeskreises nicht nur unser 3-Sparten-Theater, sondern auch die vielen freien Kulturschaffenden, die das Stadtleben bereichern: In der Kulturbäckerei, auf den Kulturbühnen und in den Clubs. Und ich meine natürlich auch die Museen, allen voran das Museum Lüneburg und das erweiterte Ostpreußische Landesmuseum.

Die Coronapandemie hat die Kunst- und Kulturszene vor besondere Herausforderungen gestellt. Hier müssen Politik und Verwaltung unterstützen.

Konkret möchte ich…

Kultur-Spielstätten, Clubs und Bühnen erhalten und den „Wirtschaftsbetrieb Kultur“ stärken.

Leerstände in der Innenstadt für Kultur nutzen und eine Anlaufstelle für Kulturschaffende bieten.

mit den Kulturschaffenden innovative Konzepte für das kulturelle Angebot entwickeln.

mehr Leben in die Museen bringen und Museen und Kulturräume verbinden.

die Arbeit des Museums Lüneburg unterstützen und die Vielfalt attraktiver Veranstaltungen und Sonderausstellungen fördern.

Lüneburgs Geschichte im Stadtbild stärker präsentieren und zum Beispiel durch ein Hansekoggendenkmal neue Anlaufpunkte für Touristen schaffen.

den Tourismus und die Kultur in unserer Stadt enger verknüpfen.

Klar ist: Ohne Kunst und Kultur wäre das Leben sehr viel ärmer! Ich werde deswegen alles dransetzen, um die vielfältige Kunst- und Kulturszene in unserer Stadt zu erhalten und zu fördern. Das geht am besten mit den Kunst- und Kulturschaffenden gemeinsam – und auf Augenhöhe.

Gesundheit

Für die medizinische Versorgung und als Arbeitgeber hat das Lüneburger Klinikum einen hohen Stellenwert weit über die Stadtgrenzen hinaus. Es bietet medizinische Versorgung auf hohem Niveau, gleiches gilt für die Notfallversorgung. Dieses müssen wir auch für die Zukunft sicherstellen, denn die Leistungsfähigkeit des Klinikums kann schnell von existentieller Bedeutung sein; das hat uns die Corona-Pandemie an vielen Stellen schonungslos vor Augen geführt. Deshalb dürfen keine weiteren Betten abgebaut werden. Der Standort muss durch gezielte Investitionen gesichert werden. Auch muss die Versorgung mit Haus- und Fachärzten auf hohem Niveau erhalten bleiben.

Konkret möchte ich…

dafür sorgen, dass das Lüneburger Klinikum modernisiert und die Leistungsfähigkeit ausgebaut wird – hin zu einem Krankenhaus der Maximal-Versorgung.

dafür sorgen, dass Gewinne konsequent reinvestiert und Fördermittel genutzt werden.

dafür sorgen, dass Ärzte, Fach- und Pflegekräfte durch einen Pflegeverbund und Zusammenarbeit mit dem Fachkräftebündnis gewonnen werden.

Klar ist: Das Lüneburger Klinikum bietet eine exzellente Gesundheitsversorgung. Das müssen wir dringend erhalten und weiter ausbauen.

Stadtverwaltung und Bürgerbeteiligung

Nicht erst seit dem Onlinezugangsgesetzes ist klar, dass die Bürgerinnen und Bürger bis Ende 2022 Anspruch darauf haben, Dienstleistungen der Stadtverwaltung auch online, papierlos und direkt von zu Hause aus zu erledigen.

Diesen Prozess will ich offensiv angehen. Das ist mehr als Formulare online zur Verfügung zu stellen. Die Herausforderung ist, die Vorgänge digital zu gestalten. Nur mit einer Modernisierung der Verwaltung können die Bürgerinnen und Bürger wirklich von den neuen Möglichkeiten profitieren. So wird die Verwaltung zum zukunftsfähigen und bürgernahen Dienstleister.

Dazu gehört auch die Kooperation mit den Nachbarkommunen und dem Landkreis. Denn Bürgerinnen und Bürger interessiert nicht, ob sie eine Dienstleistung bei Stadt oder Landkreis beantragen müssen. Bürgerinnen und Bürger sollen auf einem zentralen Portal, unkompliziert und komfortabel, alle Dienstleistungen der Verwaltung in Anspruch nehmen können.

Auch bei der Planung künftiger Großprojekte müssen wir eng zusammenarbeiten: Hier müssen wir stärker als Region denken. So soll bei Standortplanungen der bestmögliche Standort künftig anhand nachvollziehbarer Kriterien ermittelt werden, unabhängig von administrativen Grenzen.

Außerdem ist eine breite Bürgerbeteiligung bei vielen Themen und Projekten der Stadtverwaltung unerlässlich, denn viele Bürgerinnen und Bürger haben hohes Interesse, ihre Stadt, ihr Wohnumfeld und die Lebensqualität in Lüneburg mitzugestalten. Solche Beteiligungsprozesse gilt es zu unterstützen.

Konkret möchte ich…

ein gemeinsames Bürgerportal von Stadt und Landkreis einrichten und Ressourcen besser nutzen.

eine/-n E-Government-Beauftragte/-n einsetzen, um die Digitalisierung der Verwaltung voranzubringen.

die Einrichtung einer Stabsstelle für Bürgerbeteiligung prüfen.

Klar ist: Nichtzuletzt die Corona-Pandemie hat gezeigt, dass die Verwaltungen gut funktionieren aber gleichzeitig offengelegt, wie wenig zukunftsfähig sie aufgestellt sind. Darunter leiden vor allem die Bürgerinnen und Bürger, aber auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes. Ich werde deswegen den Modernisierungsprozess vorantreiben.